Appenzeller Sennenhunde und alle anderen bellenden 4-Beiner

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BeitragVerfasst: 23. Nov 2012, 14:27 
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Die Tollwutimpfung ist eine Pflichtimpfung in vielen Ländern und ich würde sie auch auf jeden Fall machen lassen. Wobei diese Impfung auch von Herstellern im dreijährigem Abstand empfohlen wird.

Leptospirose - unbedingt! - Es reicht eine kleine Pfütze, aus der dein Hund trinkt, und er kann daran elendig sterben. Leptospiren überleben auch auf dem trockenen Boden und werden bei Kontakt mit Nässe wieder aktiv. Also auch eine frische Pfütze kann damit verseucht werden.

Viele Krankheiten kommen nur mehr selten vor, da eben die anderen geimpft sind. Je weniger Hunde (ist auch beim Menschen so) geimpft sind, umso höher ist das Risiko, dass die Krankheit wieder breitflächig auftritt.

Ich persönlich lasse die Impfungen zwar in den vorgegebenen Abständen durchführen. Allerdings nicht als Kombinationsimpfung, sondern eine nach der anderen im Monatsrhytmus.

Zwingerhusten lasse ich gar nicht impfen, da hier das Verhältnis zwischen Nutzen und Risiko eine Impfung nicht rechtfertigt und Zwingerhusten mit Antibiotika gut behandelbar ist. Staupe verläuft, wie auch Leptospiros, tödlich. Daher muss hier ein Impfschutz her. Vor allem auch aus dem Grund, weil der Import von südländischen Hunden und Hunden aus dem Osten wie Ungarn usw. immer weiter ansteigt.

Natürlich muss jeder für sich entscheiden, was er macht und was nicht. Es sollte jedoch bedacht werden, dass bei Krankheiten wie Staupe jeder ungeimpfte Hund dazu beiträgt, dass sich Staupe wieder flächendeckend ausbreiten kann und ungeimpfte Hunde daran jämmerlich sterben.

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Gerlinde & Toby

Der Mensch glaubt manchmal, er sei zum Besitzer, zum Herrscher erhoben worden. Das ist ein Irrtum. Er ist nur ein Teil des Ganzen. Seine Aufgabe ist die eines Hüters, eines Verwalters, nicht die des Ausbeuters. Der Mensch hat Verantwortung, nicht Macht. (Onondaga)


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BeitragVerfasst: 12. Jan 2013, 20:12 
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Ja, ich kenne die ganzen Argumente (und ehrlich gesagt sind viele davon - nicht jetzt speziell Deine aufgezählten, sondern allgemein zur Thematik pro Impfen - nicht einmal haltbar), und ich habe mir meine Entscheidung nicht leicht gemacht (speziell natürlich bei den Kindern!). Ich möchte immer genau beide Seiten einer Sache kennen, sonst kann ich mir keine Meinung bilden. Im Fall Impfen habe ich mich nach sorgfältiger Prüfung dagegen entschieden. Meines Wissens besteht in Bayern keine Tollwut-Impfpflicht, aber ich kann das gerne nochmal überprüfen. Sollte es doch der Fall sein, wird er geimpft.

Wie gesagt, nicht einfach. Nur eines möchte ich noch sagen: man sollte grundsätzlich - und damit sind alle medizinischen Entscheidungen gemeint - hinterfragen und nciht immer alles kritiklos glauben, nur weil ein Arzt es sagt. Es geht leider sehr oft nicht in erster Linie um uns Patienten, sondern auch
um viel, viel Geld. Ich denke, viele Ärzte werden genauso über den Tisch gezogen wie wir Patienten. Es ist halt wie mit allem im Leben, Geld ist nun mal das Wichtigste auf der Welt, auch wenn das ein arges Armutszeugnis für unsere Gesellschaft ist. Lieber einmal mehr nachfragen und selber Infos einholen. Oft ist man erstaunt, welche Zusammenhänge es gibt und welche Hintergründe.

Nochmal: ich akzeptiere es absolut, wenn jemand seine Kinder und auch seine Tiere impfen lässt. Ich handhabe das eben anders und habe auch meine Gründe dafür.

LG,
arturo


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BeitragVerfasst: 12. Jan 2013, 21:01 
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Ich persönlich sehe es so, dass Impfen mit Hirn und Verstand erfolgen muss. Bestimmt Impfungen sind jedoch wichtig. Sowohl bei Menschen, wie auch bei Tieren. Zu diesen Impfungen zählen jene, die das Leben gefährden können und ansteckend sind.

Aus diesem Grund sollte es eine Selbstverständlichkeit sein, beispielsweise eine Polio-Impfung durchzuführen. Tetanus muss jeder für sich selbst entscheiden. In dem Fall schadet man sich nur selbst und keinem anderen. Das gleiche gilt auch für andere Erkrankungen. Ich persönlich würde mich nie gegen Grippe impfen lassen.

Beim Hund sieht es teilweise ähnlich aus. Wird ein Hund nicht gegen Leptospirose geimpft, hat man das Leben des Hundes selbst auf dem Gewissen, wenn er durch Trinken aus Pfützen daran erkrankt und mit höchster Wahrscheinlichkeit auf qualvolle Weise stirbt.

Zwingerhusten ist gut behandelbar - darum keine Impfung. Borreliose ist ziemlich wirkungslos und die alle 3 Jahre fällige Tollwutimpfung im Hundesportbereich vorgeschrieben. Mache ich weder Hundesport oder gehe auf keine Ausstellungen, muss man selbst entscheiden.

Bei Staupe beispielsweise sieht es schon anders aus. Indem ich meinen Hund nicht gegen Staupe impfe, gefährde ich damit auch alle anderen Hunde. Denn je geringer die Durchimpfung ist, umso häufiger wird die Krankheit auftreten und umso intensiver wird sie sich verbreiten.

Impfen hat, finde ich, nicht nur etwas mit eigener Überzeugung, sondern auch mit Rücksicht auf andere zu tun.

Ich bin kein Impf-Freak und sehe Impfungen mit kritischem Blick. Es muss nicht gegen alles geimpft werden. Es sollte jedoch gegen jene Krankheiten geimpft werden, bei denen ich durch Impfung die Erkrankung anderer verhindern kann.

Wie jemand im Endeffekt vorgeht, muss jeder mit seinem persönlichen Gewissen entscheiden. :yes:

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BeitragVerfasst: 12. Jan 2013, 22:36 
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Also so weit ich weis muss jeder Hund in Deutschland gegen Tollwut geimpft sein ob auch gegen Staupe weis ich net genau, aber eines weis ich genau, wenn Du Arturo mit diesem Hund die Bundesrepublik Deutschland verlassen willst (Östereich , Schweiz usw.) wirst du gorsse Probleme bzw. sogar Strafen hinnehmen müssen, wenn dein Hund nicht geimpft ist.
Weil es zum wohle aller ist und wir bewegen uns nun mal nicht alleine in unserer umwelt, hier im Ruhrgebiet sowieso. Wenn wir unseren Sohn in Hessen besuchen, natürlich mit Hund, und kommen in eine Polizeikontrolle und der Hund hat einen leeren Impfausweis kann das sehr Teuer werden, da es auch zum Teil Ländersache ist welche Impfungen vorgeschrieben sind.

Aber wie Gerlinde schon sagte, das muss schließlich jeder für sich entscheiden. :yes:

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BeitragVerfasst: 13. Jan 2013, 12:03 
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Ich kann das schon nachvollziehen, was Ihr schreibt. Für mich (und viele andere Menschen) stellt sich aber nicht die Frage, was geimpft werden soll, sondern Sinn und Wert der Impfungen an sich. Und eben genau die Sache mit dem Rückgang der Seuchen aufgrund der Impfungen ist halt mehr als fraglich. Aber gut, da sind wir halt wieder bei einer Grundsatzdiskussion und die endet erfahrungsgemäß im Nichts. deshalb möge man mir verzeihen, wenn ich damit alles gesagt habe, was ich sagen wollte.

LG,
arturo


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BeitragVerfasst: 13. Jan 2013, 16:20 
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Wäre nicht gegen Pocken und Polio geimpft worden, hätten wir wohl heute noch regelmäßig diese Erkrankungen. Leider gibt es jedoch viele Hardliner, die mit logisch erscheinenden, aber wissenschaftlich definitiv nicht begründeten Argumenten, manche Menschen von irgend welchen Dingen überzeugen können.

Ich persönlich bin ein Freund der Homöopathie und der Naturheilkunde. Aber auch ein Freund der Schulmedizin. Wichtig ist die Kombination. Ohne Schulmedizin würden heute noch viele Menschen sterben oder chronisch erkranken. Die richtige Anwendung führt zur Heilung. Eine vernünftige Kombination aus Homöopathie und Schulmedizin finde ich persönlich eine sehr gute Lösung.

Was das Thema Hardliner angeht, gibt es eine eigentlich grausame Story des Heilpraktikers und Fanatikers Hammer:

Ein österreichisches Kind erkrankte am Wilems-Tumor, eine Tumorart, die durch eine rechtzeitige Behandlung hervorragende Heilungschancen hat, unbehandelt jedoch ein Kind quält und auch zum Tod führt. Ich kenne Kinder, die an diesem Tumor erkrankten und alle nach verhältnismäßig kurzer Zeit (was eben kurz bedeutet in der Krebstherapie) gesund wurden. Die Eltern dieses Kindes lehnten die Schulmedizin ab und kamen an diesen Hammer, der das Kind nur mit Säften und weiß der Teufel noch behandelte. Das Kind litt unheimliche Schmerzen, das Jugendamt entzog das Sorgerecht, die Eltern flüchteten mit Unterstützung dieses Wahnsinnigen nach Deutschland. Es war eine echte Tragödie, wie sehr dieses Kind gequält wurde und der Tumor immer weiter wuchs. Erst das Gericht konnte das Kind retten und es einer sinnvollen Behandlung zuführen.

Dieser Scharlatan hatte auch ein Buch zum Thema Epilepsie geschrieben, in dem er die Behauptung aufstellte, Epilepsie könnte mit Naturheilkunde geheilt werden. Meine Tochter ist Epileptikerin und ich hatte mich durch die Leitung einer Selbsthilfegruppe für Kinder mit Epilespie in der Zusammenarbeit mit den besten Ärzten in Österreich auf diesem Gebiet intensiv mit dieser Erkrankung und der Vielzahl an Verlaufsformen auseinandergesetzt. Epilepsie ist definitiv nicht heilbar oder therapierbar durch den Einsatz irgendwelcher naturheilkundlicher Verfahren. Diese Erkrankung ist eine Erkrankung, die sich durch bestimmte Wirkstoffe, die in der Lage sind, die Blutschranke des Gehirns zu überwinden, beeinflussen lassen. Was mit Homöopathie behandelt werden kann, sind die Nebenerscheinungen, die oft im Rahmen von Epilepsie auftreten.

Leider gibt es im medizinischen Bereich unheimlich viele Menschen, die auf Biegen und Brechen die Schulmedizin verteufeln. Auch bei manchen wichtigen Impfungen.

hihi - das war mein Wort zum Sonntag :lol: :lol:

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BeitragVerfasst: 14. Jan 2013, 01:15 
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Wow Gerlinde, das war echt das Wort zum Sonntag :good:

Es ist nicht alles gut was und wo Medizin daraufsteht oder drinn ist. Das sollte wie in vielen Dingen im Leben immer eine sache des gesunden Menschenverstandes sein.
Meine Mutter ist an Tablettensucht verstorben . Sie hatte in den 70er Jahren Brustkrebs, so die Ärzte und Ihr wurde die rechte Brust Amputiert, ebenfalls der Lymphknoten unterhalb des rechten Armes , wodurch der Arm mit Lymphwasser gestaut wurde und auf ca. das doppelte Volumen angeschwollen ist. Die Schmerzen mussten sehr groß sein und sie nahm nach kurzer Zeit so um die 100 Thomapirien in der Woche was Sie letztendlich umbrachte. Mulitiplexes Organversagen.
Was soll ich jetzt über Ärzte Denken ? Heute gibt es sehr gute Erfolge in der Behandlung und bei Früherkennung auch eine hohe Warscheinlichkeit der Heilung.
Opfer wird es immer geben, da sich das Wissen immer erweitert. In Amerika ist es völlig normal das der Mensch erstmal komplett untersucht und befragt wird nach möglichen Psychischen Symtomen , auch wenn unsere Ärzte sagen würden , na sind doch nur Bauchschmerzen.....
Es wird nie eine gerechte Welt oder eine für jeden immer gute Medizin geben. Wir sind nur Menschen und können nicht Zaubern.
Aber ich habe bei unserer Maja gesehen , was eine OP einem Tier für eine Lebensqualität wiedergeben kann und auch bei Menschen gelingt es sehr Oft, zugegeben nicht immer, aber ich glaube das Diese Ärzte auch nur Menschen Sind , die viel dafür geben das eine OP oder Behandlung nach Ihrem derzeitigem Wissenstand gut und sicher verläuft.

Halleluja ,das war ne Rede. :hi: :hi:

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BeitragVerfasst: 14. Jan 2013, 09:51 
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Ihr müsst da jetzt gar nicht so im-Ansatz-aggressiv werden. Bekehren oder überzeugen muss ich niemanden, ich wünsche mir nur etwas mehr Kritikfähigkeit. Wer sagt Euch denn, dass das wirklich alles so stimmt, was da an wissenschaftlich gesicherten Erkenntnissen rumschwirrt? Das hatten wir schon öfter.
Oh, und ich kann meine Argumente wissenschaftlich begründen. Wenn Ihr das auch könnt, können wir gerne weiter diskutieren. Mit Polemik und Allgemeinplätzen (natürlich handelt Dein Beispiel von einem Alternativen, dem Scharlatan. Die gibt es bei den Schulmedizinern natürlich nicht. In Wirklichkeit gibt es eigentlich weder auf der einen noch auf der anderen Seite richtig gute Mediziner, denn weder ein Einser-Abitur noch der Hang zur Esoterik machen einen guten Arzt.) kann ich nicht viel anfangen, und genau Deine Ausführungen, Gerlinde, zeigen mir, dass Du Dich mit der Materie noch nicht sehr ausführlich beschäftigt hast (oder überhaupt mit der Thematik konservative und alternative Medizin.) Das ist auch nicht weiter schlimm, aber dann urteile nicht über jemanden, wenn Du nichts von Substanz in der Hand hast. Ich komm ja auch nicht daher und dränge Dir meine Meinung zu Hunden als einzig richtig geltende auf, obwohl ich da wahrlich ein Amateur bin. Ich schätze Deine Meinung zu den Hunden und bin immer sehr dankbar, wenn Du mir mit Deinem Rat auf die Sprünge hilfst.

Dass Schulmedizin und Alternativmedizin gut kombinierbar sind, steht außer Zweifel. Leider sehen das aber die meisten Schulmediziner gar nicht so. Was chronische Krankheiten angeht, hat die Schulmedizin nur äußerst begrenzte Möglichkeiten. Da ist die Alternativmedizin im Vorteil.

Gerlinde, wenn Du "wissenschaftlich fundierte Tatsachen" willst, dann bist Du bei der Homöopathie ganz falsch. Die kann ja - aus wissenschaftlicher Sicht - nicht funktionieren. Es gibt zwar genügend Studien zu dem Thema, die werden aber von der als einzig gültig angesehenen Sicht, nämlich der konservativen, nicht akzeptiert. Die Grundsätze oder Prüfkriterien, die für die Schulmedizin gelten, kann man bei der Homöopathie halt nicht anwenden. Aber das ist genauso wie in der Physik. Da lösen sich auch seit geraumer Zeit die alten Grundfesten auf, aber es ist wohl nicht so einfach, das einzusehen. Und es stellt sich die Frage: wer legt denn fest, was der Maßstab für Richtigkeit ist? In unserem Fall ist das die Schulmedizin.

Es gibt offensichtlich etwas mehr zwischen Himmel und Erde, aber manhmal muss man auch einfach mal offen sein, zumindest für die Möglichkeit, dass nicht alles, was man uns so erzählt, unbedingt wahr sein muss. Das ist alles, was ich klar machen wollte.

Einen Streit wollte ich in keinem Fall beginnen, aber etwas so emotional beladenen Thema wie das hier verleitet geradezu dazu, da fühlen sich viele gleich irgendwie bedroht, was nicht sein müste, wenn man sich da etwas öffnet. Angst macht nur, was man nicht kennt.

In diesem Sinne,
LG,
arturo


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BeitragVerfasst: 14. Jan 2013, 10:48 
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Lieber Arturo,

so wie sich das für mich gerde darstellt, gehts nicht um wirklich Wissenschaftliche Erkenntnisse oder um Medizinisches Wissen. Denn das würde ich mir nie zugestehen, da ich weder Mediziener noch Wissenschaftler bin.
Mal davon abgesehen das dieses Thema in einen eigenen Thread gehören sollte, finde ich diese Diskussion auch sehr Emotional.
Wenn Du Arturo natürlich fundiertes Wissen über die Medizin im allgemeinem erwartest , sprich Schulmedizin, die Homöopathie [ˌhomøopaˈtiː] (von altgriechisch ὅμοιος hómoios ‚gleich, gleichartig, ähnlich‘ sowie πάθος páthos ‚Leid, Schmerz, Affekt, Gefühl‘; wörtlich also „ähnliches Leiden“)[1] ist eine alternativmedizinische Behandlungsmethode, die auf den ab 1796 veröffentlichten Vorstellungen des deutschen Arztes Samuel Hahnemann beruht, oder die Chinesische Medizin oder aber die Medizinischen Erkenntisse aus der Antike wo die Araber wesentlich mehr drüber wussten als die Europäer, dann wirst Du hier vieleicht in dem falschen Forum sein.
Für mich geht es eher um eine Haltung oder eine Überzeugung. :idea:
Und da ich aus Erfahrung weis , das es bei 10 Menschen auch 10 Meinungen gibt, was könnte ich jetzt aus diesem ganzen für mich zur Haltungsbildung entnehmen ?
Wo Licht ist, ist auch Schatten.
Es gibt sicherlich in der heutigen Pharmaindustrie Dinge die sehr Skuril sind, es werden Krankheiten erfunden, publik gemacht und gleichzeitig wird ein Medikament erfunden, für eine Krankheit die es vorher ganrnicht gab. Und das mit sehr viel Erfolg (Siehe Viagra für die Frau), da es dort auch um eine Menge Geld geht.
Die Werte für Cholesterien sind zum Beispiel auch von Ärzten erstellt worden , die von der Pharmaindustrie bezahlt werden, wo der Sinn liegt sollte jedem klar sein.
Aber ich weis nicht was Du meinst Arturo, wenn Du fundiert Diskutieren möchtest und offen für neues sein willst , dann musst Du konkreter werden. Ich lese nur Andeutungen und Schlagwörter usw., was ich vermisse ist, was meinst Du wirklich ?

Wie gesagt, für mich geht es nur um eine Haltung und nicht um Kritikfähigkeit.
Meine Haltung sind die Summe der Informationen die ich bekomme und das daraus enstandene Meinungsbild. Sicherlich lohnt es sich die Dinge mal aus einer anderen position zu betrachten. Aber gerade in der Medizin sehe ich da für mich persönlich wenig Hoffung, da es viel zu Komlpiziert ist und mir mit Sicherheit auch nicht die nötigen Einsichten gewährt würden.

Was mich also Interessiert um ein weiteres Disputieren zu ermöglichen , wäre Deine Haltung Arturo.
Das würde ich sehr begrüssen. :app.c014.3.gif:

Und das ganze doch wenns geht ohne Agressionen, die sind hier völlig fehl am Platz. :good:

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BeitragVerfasst: 14. Jan 2013, 14:19 
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oops arturo, das sollte jetzt nicht bekehrend oder aggressiv wirken. Ich habe nur versucht, so sachlich wie möglich zu schreiben und Emotionen weitestgehend außen vor zu lassen. Entschuldige, wenn es anders rüber kam :-)

Natürlich muss jeder für sich selbst entscheiden, welchen Weg er geht. Ausnahme sind jene Beispiele, wie ich sie geschildert habe. Hier hatte das Kind extrem gelitten und hatte keine Chance, sich in irgendeiner Form zu wehren, da es den Erwachsenen ausgeliefert war.

Ein krebskrankes Kind mit einem aggressiven aber heilbaren Tumor wie den Wilemstumor kann man leider nicht alleine mit Säften und Handauflegen heilen. Und auch Epilepsie ist so nicht heilbar. Da meine Spezialärztin für Kinderepilepsie im Kinderkrebskrankenhaus St. Anna in Wien war und ich mit meiner Tochter dort viele Wochen verbrachte, hatte ich über einen langen Zeitraum ausgesprochen intensiven Kontakt zu krebskranken Kindern und deren Eltern und auch die Krankheitsverläufe. Fast alle Eltern konnten ihren Kindern mit naturheilkundlichen Mitteln, die bis hin zum Handauflegen reichten, in Kombination mit der klassischen Medizin den Leidensweg etwas erleichtern. Dies wurde auch von den Ärzten in diesem Krankenhaus unterstützt und teilweise empfohlen.

Ich habe aber auch durch die Leitung der Selbsthilfegruppe unzählige Telefonate mit Eltern geführt, deren Kinder an schwerer Epilepsie erkrankt waren und die an Pseudoheiler kamen, die die Eltern zu Beginn der Erkrankung davon überzeugten, es ginge ohne klassische Medikamente. Die Kinder hatten extreme Anfallshäufigkeiten bis hin zum Status und lebensbedrohlichen Situationen. Erst nach Beginn der klassischen Behandlung kam es zu Besserungen.

Homöopathie hilft - das ist in zahlreichen Studien nachgewiesen. Das gleiche gilt für einige andere alternative Heilmethoden. Aber die klassische Medizin, behutsam angewandt hat einfach ihre Berechtigung. Bei einem Arzt ist für mich persönlich die beste Kombination aus klassischem Studium und weiterführender Fortbildung im Bereich alternativer Heilmethoden, um die entsprechenden Methoden für den Patienten optimal einsetzen zu können.

Allerdings will ich niemanden belehren oder überzeugen - jeder muss seinen Weg finden, den er gehen möchte. Ich sage nur, wie ich persönlich es sehe :-)

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