Appenzeller Sennenhunde und alle anderen bellenden 4-Beiner

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 Betreff des Beitrags: Kastration für und wider
BeitragVerfasst: 17. Jan 2012, 13:57 
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Hallo zusammen!
Ich habe das Thema hier noch nicht gefunden, oder habe ich es übersehen.
(Wir? oder nur) ich beschäftige mich im Moment sehr mit der Frage, ob wir Picasso kastrieren lassen. Er hat doch regelmäßig Herzeleid. Dann tut er mir soooo leid. Und ich habe mehrfach gehört, dass bei kastrierten Rüden einige Erkrankungen, wie Prostatakrebs, seltener auftauchen.
Was denkt Ihr denn dazu. Mein Gerhard findet die Diskussion nicht so klasse. Aber wir bekommen es ja auch irgendwie nicht hin, ihn ankören zu lassen. Bild Bild Bild

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Viele Grüße von Claudia mit dem Hunsrück-Höhen-Hund Picasso


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BeitragVerfasst: 17. Jan 2012, 14:55 
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Ich persönlich bin kein Freund der Kastration, da sie in meinen Augen eine Amputation eines Körperteiles darstellt. Davon abgesehen, ist eine Kastration auch laut Tierschutzgesetz verboten, wenn es keine medizinische Indikation oder schwerste Verhaltensauffälligkeiten, die dadurch nachweislich geändert werden können, gibt.

Ist ein Hund sexuell hyperaktiv und verschwindet auf Nimmerwiedersehen, sobald im Umkreis von ein paar Kilometern die Hündinnen läufig sind, dann wäre das für mich ein Argument, wenn ich keine Chance habe, ihn in dieser Zeit konsequent an der Leine zu führen. In diesem Fall geht es um die Sicherheit des Hundes. Wenn er nur leidet, dann ist das noch kein Grund. Denn wie wir Menschen, muss auch ein Hund lernen, Frustration zu ertragen. Er erleidet dadurch keinen psychischen Schaden. Denn auch im wild lebenden Rudel darf ein Rüde nicht immer decken.

Es wird gerne seitens von allen möglichen Nutznießern der Kastration erklärt, wie sinnvoll eine Kastration ist, da sie das Auftreten von bestimmten Erkrankungen angeblich reduziert. Nur wie oft gibt es Prostataleiden wirklich im prozentualen Anteil. Und um welchen Prozentsatz wird dieses Risiko wirklich minimiert?

Und die Operation ist für den Hund mindestens das gleich große Risiko, wie das Risiko, eventuell zu erkranken. Die Narkose ist nicht risikolos und der Hund kann daran sogar sterben. Der Hund kann eine Blasenschwäche entwickeln. Das Wesen kann sich verändern. Und so manches mehr. Kastrierte Hunde werden auch öfter gemobbt von anderen Hunden.

Ich kann Gerhard sehr gut verstehen, dass er diesem Thema nicht so positiv gegenüber steht - immerhin ist er ja auch ein Mann.

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Herzliche Grüße

Gerlinde & Toby

Der Mensch glaubt manchmal, er sei zum Besitzer, zum Herrscher erhoben worden. Das ist ein Irrtum. Er ist nur ein Teil des Ganzen. Seine Aufgabe ist die eines Hüters, eines Verwalters, nicht die des Ausbeuters. Der Mensch hat Verantwortung, nicht Macht. (Onondaga)


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BeitragVerfasst: 17. Jan 2012, 18:44 
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Ich habe genau die Gegenteilige Meinung von Gerlinde. Zwei meiner Züchtrüden könnten heute noch gut Leben, wenn ich sie nach dem Zuchteinsatz kastrieren lassen hätte. Nun beide sind tot, gestorben an Prostatakrebs.
Mein dritter Rüde werde ich nach dem Zuchteinsatz kastrieren lassen.

Ich habe schon viele Rüden kastrieren lassen, es ist noch nie ein Problem aufgetaucht, am darauffolgenden Tag waren alle wieder gut drauf.


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BeitragVerfasst: 17. Jan 2012, 18:47 
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Irgendwo hier im Forum wurde dieses Thema bereits ausführlich diskutiert. Ich hab's jetzt im Moment auch nicht gefunden...Bild

Also nur kurz: Claudia, Du weisst ja unser Quincy ist kastriert und das ohne irgendwelche Nachteile: Sein Wesen hat sich in keiner Art und Weise verändert, er hat nicht zugenommen, obwohl wir sein Futter nicht reduziert haben, sein Fell ist genau so schön geblieben und von anderen Hunden wurde er noch nie "gemobt". Das einzige, was weg fiel, war sein "Herzeleid" und sein hypersexuelles Gehabe. Und Du hast auch Recht: Prostataerkrankungen kommen beim kastrierten Rüden praktisch nie vor.

Wir würden Quincy jederzeit wieder kastrieren lassen, wobei ich dazu auch sagen muss, dass eine Kastration in der Schweiz gemäss Tierschutzgesetz nicht verboten ist.


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BeitragVerfasst: 17. Jan 2012, 20:01 
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Für mich gibt es bei der Kastration kein "falsch oder richtig"! Ich würde das immer von Hund zu Hund handhaben. Bilbos Vorgänger waren beide nicht kastriert - aber es gab auch nie Probleme, sie hatten weder Herzeleid, noch andere Probleme. Wegen Verhaltensproblemen würde ich z.B. nicht kastrieren lassen, da man sowieso nie sicher voraussagen kann, was dann passiert. Es kann genauso nach hinten losgehen.
Bei Bilbo mussten wir uns ja nun Gedanken zudem Thema machen, da er 1. Herzeleid hatte, was aber zu ertragen gewesen wäre, 2. eine vergrößerte Prostata, was auch noch nicht kritisch gewesen wäre, aber 3. - und letztendlich ausschlaggebend - Probleme mit dem Hormonhaushalt bedingt durch die Schilddrüse. Da wir uns aber völlig unsicher waren, wie sich bei ihm eine Kastration auswirken würde, haben wir es erst chemisch (mit Chip) versucht. Im Nachhinein muss ich sagen, dass wir uns das hätten sparen können, da es nicht viel gebracht hat. Die Kastration dagegen war für Bilbo das Beste, was wir machen konnten und wir ärgern uns jetzt, dass wir uns so schwergetan haben mit der Entscheidung und sie immer wieder herausgezögert haben.
Nach der OP war er am nächsten Tag wieder fit und musste gebremst werden. Schiss haben wir bei jeder Narkose und der arme Kerl hat danach meist das große Kotzen. Hier wurde er wachgespritzt und da blieb die Kotzerei aus.
Die Naht wurde nach innen gelegt (da keiner die Fäden ziehen wollte Bild),da weiß ich auch nicht, ob ich das nochmal machen lassen würde, da ich inzwischen auch diverse Horrorstorys gehört habe. Bei Bilbo wusste ichnicht mal, dass es sowas gibt und es war passiert, als ich ihn wieder abholen konnte. Narbenschmerzen hat er auf jeden Fall, genauso, wie am Bein - aber er ist ja auch ein Pingel... Bild

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Alles hat zwei Seiten. Eine gute und eine, die gar nicht so schlecht ist. (H. Murakami)


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BeitragVerfasst: 17. Jan 2012, 22:17 
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Jede Vollnarkose ist gefährlich! Deshalb muss man ja auch immer unterschreiben, dass man sich des Risikos bewußt ist. Das aber eine Narkose das gleiche Risiko birgt wie ne Prostataerkrankung, dass halt ich für ein ganz großes Gerücht!
Blasenschwäche? Da hilft erst mal ne Untersuchung auf eU und bei positivem Befund gibt es immer noch Pillchen.

Ich würde einfach mal eine Liste pro / contra machen!

Eigentlich bin ich kein Freund von Kastration, habe aber schon manchen meiner Kunden dazu geraten. Zumindest erst mal die Probe mit dem Chip. Es gibt echt viele Rüden die unnatürlich unter ihren Hormonen oder dem Trieb leiden! Wenn ein Rüde alles und immer berammelt, dann ist das nicht mehr normal und dem Hund geht es dabei nicht gut. Wenn das Tier (jetzt spreche ich von Aaliyah) extrem unter Hormonen leidet und sich das Wesen total verändert, dann ist eine Kastration - oder etwas vergleichbares auch durchaus angebracht.

Wenn Doris schreibt das sie Erfahrungen pro Kastration gemacht hat, dann nehme ich das durchaus sehr ernst! Ich habe kurzzeitig überlegt Gero evt zu chipen, werde das jetzt aber erst mal nicht tun - logisch er wird dieses Jahr noch eingesetzt. Aber später würde ich den Chip probieren um dann vielleicht doch den endgültigen Schnitt machen zu lassen.


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BeitragVerfasst: 26. Jan 2012, 00:32 
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Beide Hunde, die ich vor Muffin hatte, waren kastriert. Kira, weil der damalige TA dazu riet, sozusagen als Krebsvorsorge. ( würde ich heute nicht mehr machen, da ich von vielen gehört habe, dass der Krebs dann eben woanders aufgetreten ist). Bei Kira ist auch nicht sicher, ob sie eine Leberzirrhose oder einen Leberkrebs hatte. Das auszutesten, davon hat meine Tä abgeraten, weil es nur gekostet hätte, Kira aber nicht mehr geholfen werden konnte, so oder so!
Moritz war so ein Fall mit ganz viel Herzeleid!! Er hat gelitten wie ein Tier.....im wahrsten Sinne des Wortes! Und nicht nur er, sondern auch wir haben mitgelitten. Das war kein Frust, den ein Hund aushalten muß, meiner Meinung nach.
Probleme hatten beide weder wegen Übergewicht, noch mit Wesensveränderungen, Mobbing anderer Hunde oder das Kira, die ja frühkastriert war, nicht erwachsen wurde. Sie hat sich nicht anders verhalten als die anderen Hündinnen im Verein. Allerdings ist sie nach einigen Jahren inkontinent geworden, was sich aber mit Medikamenten gut behandeln ließ.

Bei Muffin werden wir entscheiden, wie er damit klarkommt: leidet er, dann wird er auch kastriert. Ansonsten bleibt er so, wie er ist. Auch wenn unsere Tochter immer schimpft, weil die "Dinger" sie anspringen würden, wenn Muffin sich auf den Rücken legt Bild Bild Bild Bild

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Liebe Grüße
Sigrid


Ein Leben ohne meine Tiere wäre, wie gar nicht zu leben..........


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BeitragVerfasst: 4. Apr 2012, 13:56 
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Moin,

unsere Nelly wurde vergangenen Mittwoch kastriert. Grund hierfür war eine ausgeprägte Scheinschwangerschaft nach der letzten Läufigkeit. Nach Rücksprache mit der TÄ haben wir uns für den Eingriff entschieden und sind mit einigen Bauchschmerzen zum Termin gefahren.

Nelly haben wir um 8:30 Uhr abgegeben und um 11:30 Uhr wieder abgeholt. Sie war natürlich etwas neben der Spur und hat auch erst einmal keine Lust auf Wasser gehabt. Am Nachmittag hat sie sich einige Male übergeben. In der Nacht hat sie deutlich Hunger entwickelt und dies auch kundgetan (Herrchen wecken durch Antippen mit der Pfote).

Sie trägt nun einen Schutz, damit sie nicht an der Wunde leckt. Am Dienstag werden die äußeren Fäden gezogen und eine Nachkontrolle durchgeführt. Gleichzeitig mit der Kastration wurde ein Nabelbruch behoben.

Erfreulich, wie fit und munter sie ist. Das hatte ich mir erheblich schlimmer vorgestellt. Sie ist verspielt und verschmust wie immer. Den Schutz trägt sie auch mit erstaunlicher Gelassenheit. Weitere Entwicklung/Veränderungen muss man sehen. Bis jetzt keine zu erkennen.

Kosten gesamt: EUR 420,-.

_________________
Nelly (*17.02.2010) und Peter (*17.04.1971)


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BeitragVerfasst: 4. Apr 2012, 14:41 
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Welpe
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Ich hatte eigentlich nicht vor, Diego je kastrieren zu lassen. Heute ist er kastriert. Nach jeder Hundeschulstunde, nach jedem Spielen mit einem anderen Hund, nach vielen Begegnungen auf der Straße hatte er Durchfall - so richtig heftig bis zu 3x in der Woche. Er hatte ständig diese weißen Stressschuppen und durch den Durchfall nur mehr 19 kg, wodurch man jede Rippe gesehen hat. Er hatte einfach wahnsinnigen Stress und ich bin froh, dass ich es habe machen lassen.
Mit Männern kann man wirklich kaum drüber reden. Mein Bruder hat, nachdem er es herausgefunden hat gemeint, dass ihn Diego jetzt nicht mehr interessiert, weil er fad und träge werden wird. Mein Papa war tödlich beleidigt und mein Tierarzt hat als Erklärung dafür gesagt, dass wir Frauen die Männer einfach verrückt machen ;) (ein alter Freund von Papa). In diesem Fall war es aber mein Hund und ich habe mich nach langem Überlegen dafür entschieden. Der TA hat gemeint, was auch wirklich gestimmt hat, dass eine Kastration nur die Spitzen im Verhalten nimmt. Diego ist im Grunde wie vorher, nur dass er bei neuen Rüden etwas nachsichtiger ist. Er war schon vorher oft der letzte in der Hierarchie, was mir oft Bauchweh verursacht hat, weil er sich einfach nicht gewehrt hat. Das ist noch heute so. Aber wehe er hat mal das Gefühl mich verteidigen zu müssen - da gehts dann garnicht mehr männlicher... ;)
Am Wochenende haben wir ein Deckangebot bekommen, was ich doch sehr charmant fand. Ging um eine kleine nicht ganz schlanke Appenzeller-Zuchthündin - "Diego würde ihr wirklich gut tun" - wären sicher süße Swissydogs geworden...
Nebenbei bemerkt - was haltet ihr eigentlich von Swissydogs? Kreuzungen aus reinrassigen Sennenhunden zweier verschiedener Rassen.

LG Daniela und Diego


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