Appenzeller Sennenhunde und alle anderen bellenden 4-Beiner

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BeitragVerfasst: 11. Jan 2011, 19:46 
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Danke für die Info. Ich hatte es mir schon beinahe gedacht, dass hier anders bestätigt werden muss. Aber gar nicht so einfach, einen Hund mit ganz wenig Leckerli zu erziehen. Da muss man schon selbst eine entsprechende Persönlichkeit sein, die natürliche Authorität besitzt.

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Gerlinde & Toby

Der Mensch glaubt manchmal, er sei zum Besitzer, zum Herrscher erhoben worden. Das ist ein Irrtum. Er ist nur ein Teil des Ganzen. Seine Aufgabe ist die eines Hüters, eines Verwalters, nicht die des Ausbeuters. Der Mensch hat Verantwortung, nicht Macht. (Onondaga)


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BeitragVerfasst: 26. Jan 2011, 22:07 
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Doris, deine Beschreibung über die Leistung von Walko ist ja faszinierend. Und das in dem Alter. Wie hatte er gelernt, dass Rolltreppen tabu sind? Denn das ist ja schon eine erstaunliche Leistung - wie alt ist der Kleine jetzt - 18 Wochen?

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BeitragVerfasst: 26. Jan 2011, 22:51 
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Walko ist 17-wöchig.
Blindenhunde werden anders erzogen, als Sporthunde. In dem Moment wo er die Rolltreppenbewegung bewusst sieht, wird er zögern sie zu begehen, diesen Moment nutzen wir indem wir ihn sanft auf die Rolltreppe hinzu ziehen, er verweigert das weitergehen, dafür wird er gross gelobt.

Heute hat er innert kürzester Zeit auch das "bleib" gelernt. Auch hier machen wir eine Verknüpfung mit dem Boden, das gibt einen kleinen Machtkampf. Ich ziehe in sanft nach vorne und er sperrt, das wiederhole ich ca. 2-3 x, er wird wieder sehr gross gelobt. Also er hat auch hier etwas was ich "wollte - aufstehen" verweigert und dann lasse ich ihn gewinnen und er wird noch gelobt, so steht er nicht mehr auf, weil er gewonnen hat. Dieses Gefühl hat er und in dem Glauben lasse ich ihn. Da waren sogar noch andere Hunde, also auch noch Ablenkung.
Also dieses warten ankert man noch mit dem Wort "bleib" und dies unter gleichzeitiger Berührung des Nasenspiegels. Damit ist die "bleib"-Übung beendet.

Ich glaube in der Hundeschule wird das ziemlich mühsam geübt und vielfach läuft der Hund noch ziemlich lange vom Platz weg.

Ab jetzt darf er auch keine Treppe hinauf oder hinunter ohne den ersten Tritt anzuzeigen. Das heisst, Treppe aufwärts, beide Vorderpfoten auf den ersten Tritt stellen und warten bis das Wort für weitergehen gefallen ist, am ende er Treppe ist die Übung fertig, dann wird er gelobt. (Jetzt muss ich ihn natürlich noch tragen, aber anzeigen muss er es trotzdem schon). Treppen sind gefährlich und das stehen bleiben muss ihm ins Blut übergehen.

Lg Appiherz


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BeitragVerfasst: 27. Jan 2011, 07:43 
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BildEinfach genial, was der kleine Walko alles schon kann und wie schnell der lernt!!! Wenn ich denke, andere Hunde in diesem Alter haben knapp die "Spielgruppe" hinter sich...Bild

Und die Uebung für "Bleib" ist super. Wenn ich denke, dass mein Quincy damit heute ab und zu noch Mühe hat... Ich sehe es jeweils an seinem Gesichtsausdruck, ob es klappt oder nicht, wenn er den "Lausbubenblick" aufsetzt, dann weiss ich genau: Heute muss ich rückwärts von ihm weg gehen, sonst kommt er sofort hinter her....Bild

Liebe Grüsse
Vroni mit Quincy


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BeitragVerfasst: 27. Jan 2011, 10:48 
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Ich denke, dass mit den Blindenhunden einfach vernünftig früh begonnen wird mit der Ausbildung. Die Hundeschulen starten einfach viel zu spät und/oder oft auch mit zuwenig Einfühlungsvermögen mit dem Erziehungsteil und spielen viel zu lange. Bei Vroni dürfen die Welpen zwar auch spielen aber sie dürfen auch schon arbeiten. Und alles festigt sich dadurch ja viel besser.

Das Kommando "Bleib" gibt es bei uns gar nicht mehr, da es in der normalen Hundeführung keinen Sinn macht. Eine Staffelkollegin und auch Ausbildern von mir, deren Hunde genial in der Unterordnung stehen (Airdale-Terrier), machte mal die ganz ein klein wenig boshafte Bemerkung (aber nicht böse gemeint): "Bleib lernt man dem Hund dann, wenn er "Sitz" und "Platz" nicht beherrscht." Ich habe darüber dann nachgedacht und sie hat recht. Denn bis zu diesem Zeitpunkt verwendete ich ja das "Bleib" ebenfalls und mein Kommando war der Anlass zu ihrer Bemerkung. Bild

Seitdem gibt es nur mehr "Sitz" und "Platz". Wenn ich mich entferne, dann bekommt er nochmals das Kommando "Sitz". Und ich gehe in den Wald hinein und verstecke seinen Futterbeutel. Dabei bin ich auch teilweise ausser Sichtweite. Wenn ich zurück komme, sitzt Toby immer noch brav da. Auch wenn hinter ihm Hunde vorbei laufen (ich bin ja boshaft und setze ihn am Wegrand ab Bild )

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BeitragVerfasst: 27. Jan 2011, 11:24 
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Ich denke wir müssen das bleib beibringen nicht nur das der Hund 100 %-ig sitzen bleibt, sondern dass auch der Blinde gewiss sein kann, dass der Hund an der Stelle bleibt, wo er ihn hingelegt oder gesetzt hat. Es gibt in der Stadt Situationen wo die Leute, ja sie meinen es vielleicht gut, sich vor den Hund hinstehen, mühsam ein knisterndes Leckerlisäckli aus der Tasche hervorgrübeln und den Hund in Versuchung bringen, dass es in dieser Situation aufsteht. Wenn sich der Hund jetzt nur 3-4m neben der Stelle. wo der Blinde in abgesetzt hat, sich wieder hinlegt. Findet der Blinde seinen Hund nicht mehr.
Das ist auch im Haushalt so, da darf wirklich nichts verschoben werden, nur ein Gegenstand nicht genau am bestimmten Ort, bringt einen Blinden zur Verzweiflung, denn er finden den Gegenstand nicht mehr.

Wenn ich bei der Übung den Hund am Zürcher Hauptbahnhof irgendwo hin legen muss und dann 30 Minuten verschwinde, muss der Hund zwingend, egal was um ihn herum passiert, genau dort liegen bleiben.

Wir haben das auch schon diskutiert, sitz heisst sitz und platz heist platz, d.h. der Hund dürfte erst aufstehen wenn er das Freizeichen erhält, also braucht es das bleib nicht. Hat aber nicht recht funktioniert.
Bleib bedeutet längere Wartezeiten, liegen bleiben in einem Einkauszentrum, sitz kurz vor der Bushaltestelle, Kiosk usw. Es gibt dann auch kein spezielles Freizeichen, man nimmt den Bügel auf und geht weiter.

Lg Appiherz


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BeitragVerfasst: 27. Jan 2011, 11:29 
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schön, dass du nochmals so eine genaue Erklärung nachgeschoben hast, Doris. Ich denke ja, dass Blindenführhunde sowieso wesentlich differenziertere Kommandos benötigen als Hunde, die normal bzw. auch sportlich geführt werden.

Aber um ganz ehrlich zu sein: einen Blindenführhund vor einem Laden ablegen - nie und nimmer würde ich persönlich das machen. Es gibt soooo viele Idioten auf der Welt. Und ein blinder Mensch ist ja angewiesen auf seinen Hund - wenn da etwas passiert. Bild Dürfen Blindenführhunde nicht überall mit hineingenommen werden?

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BeitragVerfasst: 27. Jan 2011, 13:19 
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Du hast absolut recht, wenn so ein Hund gestohlen würde, sind nach materieller Sicht 60'000 Franken fort, ganz zu schweigen vom Ideellen Wert den so ein Hund verkörpert. Er ist ja nicht nur Partner, Freund und Gesellschafter, er ist auch der Schutzengel und leiht der blinden Person seine Augen und sorgt für deren Mobilität.

Es kann aber doch vorkommen, dass der Hund zuverlässig in einer Arztpraxis liegen bleiben muss. Bei meinem Arzt und Zahnarzt darf er ins Wartezimmer, muss aber dort warten, denn das Behandlungszimmer ist dabu. Auch im Spital muss der Hund bei der Auskunft liegen bleiben und warten. In Geschäfte darf er natürlich mitgehen, aber wenn es im Laden eine Rolltreppe hat, ist es manchmal einfacher den Hund im Erdgeschoss irgendwo warten zu lassen.

Blindenhunde sind mit einer Schabracke oder dem Geschirr gekennzeichnet. Viele Leute bleiben stehen und sprechen den Hund an - leider ist das immer noch so.


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BeitragVerfasst: 27. Jan 2011, 13:56 
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appiherz hat geschrieben:
Du hast absolut recht, wenn so ein Hund gestohlen würde, sind nach materieller Sicht 60'000 Franken fort, ganz zu schweigen vom Ideellen Wert den so ein Hund verkörpert. Er ist ja nicht nur Partner, Freund und Gesellschafter, er ist auch der Schutzengel und leiht der blinden Person seine Augen und sorgt für deren Mobilität.

Es kann aber doch vorkommen, dass der Hund zuverlässig in einer Arztpraxis liegen bleiben muss. Bei meinem Arzt und Zahnarzt darf er ins Wartezimmer, muss aber dort warten, denn das Behandlungszimmer ist dabu. Auch im Spital muss der Hund bei der Auskunft liegen bleiben und warten. In Geschäfte darf er natürlich mitgehen, aber wenn es im Laden eine Rolltreppe hat, ist es manchmal einfacher den Hund im Erdgeschoss irgendwo warten zu lassen.

Blindenhunde sind mit einer Schabracke oder dem Geschirr gekennzeichnet. Viele Leute bleiben stehen und sprechen den Hund an - leider ist das immer noch so.



Jetzt bin ich aber richtig beruhigt, dass die Hunde überall mit hinein dürfen und nie unbeaufsichtigt wo lieben bleiben und warten müssen *puuuhh*. Denn der materielle Wert würde für mich persönlich nun gar nicht der Faktor sein. Aber das Leid und die Trauer, die der Hund und auch der Besitzer empfinden, wenn irgend ein Idiot meint, den Hund stehlen oder verletzen zu müssen. Nur der Gedanke alleine an solche Möglichkeiten geht mir dann immer ziemlich ran.

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BeitragVerfasst: 27. Jan 2011, 15:33 
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Gerlinde & Toby hat geschrieben:
Das Kommando "Bleib" gibt es bei uns gar nicht mehr, da es in der normalen Hundeführung keinen Sinn macht. Eine Staffelkollegin und auch Ausbildern von mir, deren Hunde genial in der Unterordnung stehen (Airdale-Terrier), machte mal die ganz ein klein wenig boshafte Bemerkung (aber nicht böse gemeint): "Bleib lernt man dem Hund dann, wenn er "Sitz" und "Platz" nicht beherrscht." Ich habe darüber dann nachgedacht und sie hat recht. Denn bis zu diesem Zeitpunkt verwendete ich ja das "Bleib" ebenfalls und mein Kommando war der Anlass zu ihrer Bemerkung. Bild



BildEhrlich gesagt verwende ich das Kommando "Bleib" oft und auch gerne. "Sitz" und "Platz" sage ich zu ihm, wenn er sich kurz hinsetzen oder -legen soll. Z.B. an einer stark befahrenen Strasse, am Bankschalter oder Kiosk. Oder wenn wir irgendwo kurz auf jemanden warten. Aufgehoben wird das Kommando dann einfach durch "Fuss", wenn wir weitergehen.

Muss er aber auf mich warten, dann befehle ich Quincy "Sitz und Bleib" oder "Platz und Bleib", gehe weg und er muss dann warten. Aufgehoben wird das dann duch "Frei" oder Abrufen, je nachdem, ob ich zurückkomme oder ob er zu mir kommen soll.

Ich mache da eine ganz klare Unterscheidung und für uns hat sich das bewährt.

Liebe Grüsse
Vroni mit Quincy


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