Appenzeller Sennenhunde und alle anderen bellenden 4-Beiner

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 Betreff des Beitrags: Frühkastration birgt schwere gesundheitliche Folgen
BeitragVerfasst: 5. Apr 2013, 14:10 
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Eine US-Untersuchung zeigt, dass Frühkastrieren von Hunden eine Vielzahl an gesundheitlichen Problemen nach sich ziehen kann.
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Noch einmal: Tierärzte und die Frühkastration von Hunden (03.09.2012)

Einen krummen Hund und Feind der Tierärzte hat man mich gescholten, als ich vor einigen Monaten das Frühkastrieren von Hunden zur Diskussion stellte und auch einen Zusammenhang zur ökonomischen Situation insbesondere mancher junger Veterinäre herstellte. Wohl wissend, dass die allermeisten Tierärzte auf fachlich und ethisch höchstem Niveau arbeiten.

Frühkastration bedeutet die Entfernung einer entwicklungswichtigen Hormonquelle, bevor Körper und Verhalten ausgereift sind. Als Vorsitzender des Eurasier-Clubs, dem von Junghundehaltern immer wieder von kastrationsfreudiger Veterinärberatung berichtet wird, wusste ich, wovon ich schrieb. Das vorbeugende Entfernen der primären Geschlechtsorgane schwappte als Mode aus den USA nach Europa; dort wird der Großteil der Hunde kastriert, bevor sie ein Jahr alt sind. Was auch Kollegen in Übersee sauer aufgestoßen ist, etwa dem Veterinär Ben Hart.

Mit seinem Team durchforstete er daher einen Datensatz von 759 Retriever-Hunden und bestätigte, dass Frühkastrieren nicht nur nicht vor Krebs schützt, sondern einen Rattenschwanz von Gesundheitsproblemen nach sich ziehen kann. Damit stach er in ein Wespennest. Aus seinem ursprünglichen Plan, die Ergebnisse in hochklassigen Veterinär-Journalen zu publizieren, wurde nichts. Unter fadenscheinigen Begründungen wurde das Manuskript abgeschmettert. Herausgeber meinten etwa, dass dies für die veterinärmedizinische Praxis nicht von Relevanz sei.

So landeten die Ergebnisse schließlich gottlob in der Online- Fachzeitschrift „PLoS ONE“. Die Erkenntnisse von Ben Hart werden damit weite Beachtung finden, was sie fürwahr verdienen. Denn es zeigte sich, dass doppelt so viele der frühkastrierten Rüden unter Hüftgelenksdysplasie litten als intakte Rüden (zehn vs. fünf Prozent). Im Gegensatz zum Fehlen der kranialen Kreuzbandzerrung bei intakten Hündinnen und Rüden, zeigten acht der frühkastrierten Hündinnen und fünf Prozent der frühkastrierten Rüden dieses Problem. Letztere entwickelten auch dreimal häufiger (zehn Prozent) Lymphdrüsenkrebs.

Mastzellenkrebs trat bei intakten Hündinnen nicht auf, betraf aber sechs Prozent jener Hündinnen, die nach Vollenden ihres ersten Lebensjahrs kastriert wurden. Und HSA, ein bestimmter Blut-(gefäß)krebs, trat bei diesen Hündinnen viermal häufiger auf (acht Prozent) als bei intakten oder frühkastrierten. Fazit: Frühkastration schädigt die Gesundheit, und auch die spätere Kastration ist insbesondere im weiblichen Geschlecht problematisch.

Es bleibt dabei: Tierkumpane mit dem Skalpell sozial kompatibel machen zu wollen, ist nicht nur ethisch, sondern auch gesundheitlich problematisch. Es gilt im Umgang mit Tierärzten jenes Prinzip, welches mündige Patienten auch im Umgang mit den eigenen Ärzten pflegen: schlaumachen, fragen, eine zweite Meinung einholen und erst dann in Ruhe entscheiden. Tier- und Menschenärzte sind hoch spezialisierte Berater; Entscheidungen aber sind in der Regel vom betroffenen Menschen selbst, für sich oder für den Tierpartner zu treffen. Als zweite Regel sollte man internalisieren, dass das Skalpell immer nur Ultima Ratio darstellen kann. Denn seine Nebenwirkungen stehen selten im Beipackzettel jener Chirurgen, die damit ihren Lebensunterhalt verdienen.

Kurt Kotrschal ist Zoologe an der Uni Wien und Leiter der Konrad-Lorenz-Forschungsstelle in Grünau.

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Herzliche Grüße

Gerlinde & Toby

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 Betreff des Beitrags: Re: Frühkastration birgt schwere gesundheitliche Folgen
BeitragVerfasst: 12. Mai 2013, 08:27 
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Hallo Ihre Lieben!

Mein Tierarzt sagt ich soll Sidney mit 6 Monaten Kastrieren vor der ersten Läufigkeit??!?

Wann habt ihr eure Mädels Kastieren lassen?

Bin mir so unsicher!


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 Betreff des Beitrags: Re: Frühkastration birgt schwere gesundheitliche Folgen
BeitragVerfasst: 12. Mai 2013, 15:36 
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EuroBaby hat geschrieben:
Hallo Ihre Lieben!

Mein Tierarzt sagt ich soll Sidney mit 6 Monaten Kastrieren vor der ersten Läufigkeit??!?

Wann habt ihr eure Mädels Kastieren lassen?

Bin mir so unsicher!


Grundsätzlich: Frühkastration ist ein absolutes NoGo! Kastration selbst ist laut Tierschutzgesetz sogar ohne akute medizinische Indikation verboten (theoretisch gesehen!) Nur wo kein Kläger, dort kein Richter. Und die Kastration von Hunden füllt eben die Kassen der Tierärzte ganz gut.

EuroBaby, wenn du einen Hund haben möchtest, der sich vom Wesen her nie über das Junghundestadium entwickeln wird und dadurch immer ein Kind bleiben wird, lass sie früh kastrieren. Wenn es dir egal ist und du eventuell auftretende gesundheitliche Risiken wie Gelenks- und Knochenprobleme in Kauf nimmst, dann mal los. Weitere häufige Folgen der Kastration bei Hündinnen ist eine Harninkontinenz, die sofort auftreten kann oder auch später auftritt. Ist für die Hündin sehr angenehm, wenn sie den Urin im Haus nicht halten kann.

Diese Frühkastrationen sind einfach der absolute Wahnsinn. Die Hundehalter werden damit verunsichert, dass ihre Hündinnen an Tumoren erkranken oder andere böse Dinge erleiden, wenn sie nicht vor der ersten Läufigkeit kastriert werden.

Wäre das wirklich so, dann wäre wohl ein Großteil der Hunderassen bereits ausgestorben, da auch Zuchthündinnen davon keine Ausnahme sind und alle krank werden müssten. Eigenartigerweise ist dies jedoch nicht so.

Möchtest du einen Hund haben, der auch vom Kopf her erwachsen werden darf und den Charakter entwickelt, den er als erwachsener Hund hat, dann warte mit der Kastration, bis sie zwei oder drei Jahre alt ist.

Auch für die gesunde Entwicklung von Knochen und Gelenken sind die Hormone, die sich bei der Hündin entwickeln, von größter Bedeutung.

Lass dich nicht verunsichern vom Tierarzt, sondern erlebe gemeinsam mit deiner Sidney, wie sie sich geistig und körperlich zu einem tollen erwachsenen und charakterstarken Hund entwickelt, der sich so fertig entwickeln darf, wie die Natur es vorgesehen hat.

Den größten Nachteil hat der Tierarzt: weniger Geld in der Kasse.

Unsere Naddel ist unsere erste Hündin. Mit ihr erlebten wir auch die ersten Läufigkeit in unserem Leben. Es ist alles wirklich gar nicht so schlimm. Nach der ersten Läufigkeit hatte sich ihr Körperbau verändert. Aus dem spargeligen Etwas, das vorwiegend aus Kopf, Hals und Beinen bestand, wurde eine schön geformte, langbeinige und grazile junge Dame.

Wir wollten Naddel eigentlich mit drei Jahren kastrieren lassen - nur jetzt sag ich mir: warum eigentlich? Jede Operation ist durch die Narkose ein Risiko. Warum dieses Riskio eingehen, wenn es nicht sein muss?

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Herzliche Grüße

Gerlinde & Toby

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